Pressemitteilung
50. Science Slam im SO36

„Wissen macht Bam!“ heißt es zum 50. Mal am Montag, dem 2. Mai 2016, wenn im Berliner Club SO36 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beim Science Slam gegeneinander antreten. Das populäre Format der Agentur policult ist so simpel wie faszinierend: In einem zehnminütigen Kurzvortrag präsentieren Wissenschaftler ihre Forschung kurzweilig und allgemein verständlich. Am Ende entscheidet das Publikum per Applaus, wer gewinnt.

Am 01.02.2010 fand der erste Berliner Science Slam statt, damals noch im Edelweiß im Görlitzer Bahnhof. „Ich kannte natürlich Poetry Slams und wußte, wie erfolgreich das Format ist“, erinnert sich Gregor Büning, Inhaber der Veranstaltungsagentur policult. „Aber ich hätte niemals gedacht, dass wir nach 50 Science Slams noch immer Monat für Monat über 400 Leute begeistern und sogar den Science Slam ins Ausland bringen werden.“

Seitdem ist das Format groß geworden. policult veranstaltet mittlerweile auch Slams in Potsdam, Hannover, Rostock und weiteren Städten, im In- und im Ausland. Und dem internationalen Anspruch von Wissenschaft folgend, berät policult außerdem Teams in Russland und der Ukraine dabei, eine eigene Science Slam Szene aufzubauen.

Der 50. Berliner Science Slam im SO36 findet am Montag, 2. Mai, in der Oranienstraße 190 statt. Einlass ist 19:00 Uhr, Beginn ist 20:00 Uhr.

Lineup:
Prof. Günter Ziegler: „Diskrete Geometrie“
Tim Gailus: „Fruchttiger und Medienerziehung“
Michael Metzger: „Die Stadt als Spielfeld“
Sophie Miku Kühmel: „Verfilmung vs. Buch“
Olga Sarenko: „Bakterien im Biofilm“
Jutta Teuwsen: „Gewalt, sexueller Missbrauch und Hitler in der Kunst“


Gregor Büning

Inhaber Agentur policult

Am 2. Mai findet der 50. Science Slam deiner Berliner Veranstaltungsreihe im SO36 statt. Wird das nicht langweilig?

Im Gegenteil! Das Großartige beim Science Slam ist ja: man wird nicht nur wunderbar unterhalten, man lernt auch noch bei jeder Veranstaltung dazu. Ich habe Umweltingenieurwesen studiert und bin durch meine Veranstaltung mittlerweile auch zu einem halben Experten in diskreter Mathematik, Astrophysik und Linguistik geworden.

Wer tritt auf euren Bühnen so auf?

Alle Fachrichtungen sind vertreten, wichtig ist uns nur, dass der Wissenschaftler wirklich eine eigene Forschung präsentiert. Allerdings gibt es bei uns einen Überhang an Naturwissenschaften. Mehr Human- und Geisteswissenschaftler fände ich ganz gut, außerdem könnten auch gerne mehr Frauen auftreten.

Da gehört aber auch eine gehörige Portion Mut dazu, vor 400 Personen zu sprechen.

Man muss sich schon trauen, das ist richtig. Wir werfen aber niemanden ins kalte Wasser. Wir bieten jedem Slammer eine Coaching-Session, in der wir gemeinsam die Storyline bauen, an Gestik und Mimik arbeiten und in Sachen Medieneinsatz beraten.

Die meisten Vortragenden nutzen ganz klassisch Powerpoint. Was war das Außergewöhnlichste, was du jemals auf deiner Bühne erlebt hast?

Wir hatten schon einen Kulturwissenschaftler, der zu Bestattungsritualen forscht und auf der Bühne quasi live eine Beerdigungs-Zeremonie inszeniert hat. Es gab einen Vortrag über Kunst, bei dem in Echtzeit auf einem Tageslicht-Projektor ein Kunstwerk entstanden ist. Mein Favorit war allerdings eine Judaistin, die auf Schwächen in der Bibelübersetzung hingewiesen und einen Bauchtanz aufgeführt hat.

Wie erklärst du dir, dass nach 50 Folgen deiner Veranstaltung sowie zahlreichen Slams außerhalb der Reihe die Besucher immer noch Schlange stehen?

Es gibt einfach ein großes Bedürfnis nach Wissen, und dieses Wissen ist ja mittlerweile für jeden greifbar nah, nämlich im Internet. Allerdings fehlt im Netz das persönliche Element. Bei unseren Science Slams habe ich nicht nur das Wissen, sondern auch den Wissenschaftler quasi zum Anfassen auf der Bühne, kann hinterher mit ihm ein Bier trinken und alle Fragen stellen die mir durch den Kopf gehen. Diese Mischung aus Inhalt, Unterhaltung und persönlichem Kontakt überzeugt.

Fun Facts zum Science Slam

  • Eingesetzte Tageslichtschreiber: 1
  • Tiere auf der Bühne: 0
  • Vergessene Siegerehrungen: 1
  • Gesungene Slams: 0,5
  • Theater-Performances: 3
  • Experimente auf der Bühne: 7

Hintergrund

Das Science Slam Format wurde Ende 2006 in Darmstadt erfunden, bald darauf organisierte Gregor Büninig von der Agentur policult den ersten Science Slam in Berlin. Damals noch im Edelweiss am Görlitzer Bahnhof, erwies sich die Location bald schon als zu klein für das große Publikumsinteresse. Noch 2010 zog die Veranstaltungsreihe ins SO36 um und begeistert dort seitdem Monat für Monat 400 Besucher. Doch das ist noch nicht alles! Mit ihrer Basis in Berlin organisiert die Agentur policult mittlerweile Slams in Potsdam, Hannover, Rostock und weiteren Städten – auch im Ausland . Außerdem organisiert sie spezielle Slam-Formate für Auftraggeber auf Messen und Kongressen.

Mit ScienceSlam@School haben Büning und seine Mitstreiter ein Programm entwickelt, mit dem Science Slams in den Schulunterricht integriert werden können. Und getreu dem internationalen Spirit der wissenschaftlichen Community berät policult Teams in Russsland und der Ukraine beim Aufbau einer eigenen Science Slam Szene und engagiert sich somit für den Aufbau der Zivilgesellschaften und deren Vernetzung.

Pressemappe 50 Jahre Science Slam_Mai 2016

Pressekontakt

Michael Metzger
0178 – 60 70 006; metzger – at – policult.de

Gregor Büning
0163 – 455 02 99; buening – at – policult.de

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